Allen ein Frohes Neues Jahr1

oder lieber "Einen guten Rutsch?"

Ja, peinlich ist es mir schon ein wenig.
Denn bis vor kurzem war mir nicht bekannt,
warum sich alle Welt zu Neujahr Einen guten Rutsch  wünscht.
Oftmals wird noch scherzhaft hinzu gefügt: "Pass´ aber auf, dass du dir nichts brichst."

Immerhin musste ich erst 69 Jahre alt werden um zu erfahren,
dass der Wunsch mit dem Rutsch nichts mit rutschen zu tun hat.
Ganz und gar nicht!
Auf Hebräisch heisst der erste Tag des Jahres "Rosh Hashana".
"Rosh" ist das Wort für "Kopf" oder "Haupt".
Und von daher wird es dann auch zur Bezeichnung für den "Ersten" oder auch den "Anfang".
Und Shana ist das hebräische Wort für Jahr.
"Rosh Hashana", das ist also ganz einfach "Jahresanfang".

Im Jiddischen wird aus dem "Rosh"ein "Rutsch"
Sich einen guten Rutsch zu wünschen, das heißt also nichts anderes, als sich einen guten Anfang zu wünschen. So wünschen sich die Juden unter uns viel Glück und gutes Gelingen für das neue Jahr.

(Nach einer Predigt zum Neujahrstag, Dr. Jörg Sieger, Pfarrer)


In diesem Sinne wünsche ich allen: Frohes Neues Jahr und
einen guten Rutsch für das 2017. Jahr unserer Geschichte.