Italien.

Hier steht nicht der Weihnachtsbaum sondern prächtig geschmückte Krippen im Mittelpunkt der Weihnacht.  Am Heilig Abend findet etwas ähnliches wie eine Familien-Lotterie statt. Jeder zieht dann aus einem Säckchen die Nummer seines Geschenkes.
Erst am 06. Januar werden die Kinder von der guten Hexe "La Befana" beschenkt. Die hatte sich einst auf den Weg zur Krippe gemacht, dabei aber den Stern verpasst. Seitdem sucht sie das Christkind, irrt von Haus zu Haus und hinterlässt Geschenke, in der Hoffnung, es zu finden. Böse Kinder bekommen allerdings nur Kohlestücke.


Polen.

In Polen gibt es eine sehr schöne Sitte.
Hier wird am 24.12. traditionell ein Gedeck mehr aufgelegt, um einen "unerwarteten Gast" bewirten zu können. Doch ist es so, dass meist niemand kommt.
Aber es gibt noch einen weiteren Brauch: Unter dem Tischtuch liegt Stroh. Jeder zieht einen Halm, der über die zu erwartende Lebensspanne Auskunft geben soll.


England.

Ach ja...Merry Old England! Hier steckt "Father Christmas" in der Nacht zum 25. die Geschenke in am Kamin aufgehängte Weihnachtsstrümpfe.
Traditionell gibt es am Abend davor gefüllten Truthahn und einen flambierten Plumpudding. In diesem ist eine Münze versteckt. Wer sie findet, hat natürlich einen Wunsch frei.Traditionsmäßig setzen die Engländer beim Essen Papierhütchen auf und lassen Knallbonbons platzen.
Und noch ein Brauch: In den Türrahmen werden Mistelzweigen gehängt. Wer unter diesen Zweigen jemandem begegnet, darf ihn küssen.


Scandinavien.

Hier feiert man das "Julfest". Es ist Tradition in Skandinavien und entstammt alten Ernte- und Mittwinter-Bräuchen, bei denen Julbrot gebacken, Julbier gebraut und Julstroh in der Julstube verstreut wurde. Das Julfest endet am 13. Januar mit einem zünftigen Gelage.


In Dänemark gibt es am 24.12 Reisbrei, in dem exakt eine Mandel (ähnlich der Münze in England) versteckt ist. Wer sie findet hat im folgenden Jahr Glück.

Typisch..... das gemeinschaftliche Saunabad am 24. und "gebackener Schwede", das Festtagsgericht aus Schweinefleisch.

Einer der wichtigsten Weihnachtstage in Schweden ist der 13. Dezember - der Tag der Heiligen Lucia. Sie bringt Licht ins Dunkel. Am Morgen des Lucia-Tages geht die älteste Tochter des Hauses als Heilige verkleidet durchs Haus und weckt die Familie. Dazu verteilt sie Lucia-Gebäck.

In Norwegen wird zu einem Mahl, das aus bis zu 60 verschiedenen Speisen bestehen kann, Weihnachtsbier gereicht und zum Schluss ein Aquavit.


Frankreich.

Bei unseren Nachbarn, den Franzosen, ist der Weihnachtsschmaus der Höhepunkt des Festes.
An der Mitternachtsmesse nimmt die gesamte Familie teil.
Während dann niemand im Haus ist, kommt der Weihnachtsmann und sucht das Wohnzimmer mit der Krippe. Dort haben die Kinder vorher ihre frisch geputzten Schuhe aufgestellt. In jedes Paar schiebt "Père Noel" seine Geschenke.


Niederlande und Flandern.

Hier dreht sich alles um Sinterklaas und seinen Diener, den "zwarte Piet".
Am 6. Dezember stellen die Kinder einen Schuh vor den Kamin und legen eine Mohrrübe oder etwas Heu für das Pferd des Nikolaus hin.
Sinterklaas bringt Pfefferkuchen, Spekulatius und Schokoladen-Buchstaben....hmmm, alles leckere Sachen!